O

ONLINE

Ja, es wäre ein nahe liegender Gedanke, unter O einen kurzen Absatz zum Thema ONLINE einzustellen. Leider ist das nicht so einfach, denn was mir dazu spontan einfällt, klingt bei näherer Betrachtung recht banal. Es sei denn, ich würde darüber dozieren, wie das Internet unser Kommunikationsverhalten und Sozialleben umgekrempelt hat, aber damit wäre ich vermutlich im nächsten Sommer noch nicht durch.

Vor zehn Jahren klang die Frage „Kannst du auch online?“ noch nicht so albern wie heute, wo der größte Teil dessen, was geschrieben und konzipiert wird, mit online zu tun hat. Später wurde diese Frage durch „Kannst du auch Social Media?“ ersetzt, was weitaus spezifischer und sinnvoller, aber ja auch irgendwie online war. Seit einiger Zeit fällt da eher das Stichwort „Online-Content“, aber das kann sich natürlich schnell ändern.

Was ich an online besonders mag: Seiten mit superlogisch-schachtelmäßig gegliederten Inhalten, Navigations-Ebenen, Strukturen und Aufbauten. Sie trennen Wesentliches von weniger Wesentlichem und schaffen etwas, wofür man in einem fortlaufenden Text unendlich viele Überleitungen, Sternchentexte und Querverweise gebraucht hätte. Aber ich finde eben auch Listen und Bulletpoints toll (und ich habe eine Schwäche für Schachteln, also analoge Behälter). Das mag Ihnen jetzt fast ein wenig zwanghaft vorkommen, ist aber total online.

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